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Noch knapp 24 Stunden warten, dann ist es soweit: A Link between two Worlds erscheint für den 3DS und die Pikas so Yeah! images/smilies/SC29.png

 

Um die großen Pikas in Stimmung zu bringen, folgendes:


6 Kommentare

Einmal Spiele-Himmel und zurück.
Mit dem Schwert in der Rechten und Schild in der Linken

um das Böse auf ein Neues zu Bezwingen.

Vorwort:
Donnerstag 18:00. Den örtlichen Saturn-Markt stürmen und ohne Rücksicht wieder nach Hause. Donnerstag 18:45. Ab ins Zimmer, meinen kleinen Fernseher mit dem meines Bruders tauschen, Handy aus, kleines Nahrungsvorrat ansammeln und Tür verschließen. Erst wieder rauskommen, wenn das Spiel fertig ist. Aufs Klo? Geht Link auf seiner Reise jemals aufs Klo?! Nach den ersten zwei Spielminuten: Das Klo in der Ritterschule gefunden. „Your argument is invalid“. Nur zur Vorsicht öffne ich meine Zimmertür also wieder … für den Notfall.

 

The Legend of Zelda: Skyward Sword ist mein erstes Spiel nach einer langen Zeit. Zwar liegen Spiele wie Xenoblade oder Metroid Prime 1-3/Other M rum, aber ehrlich gesagt bestand am Spielen in den letzten 2 Jahren nicht so wirklich viel Interesse. Selbst dieses Zelda hätte ich wohl verschlafen, wenn ich mich nicht gefragt hätte warum es auf einmal so viele Zelda-News auf CW gibt. Hätte mein Bruder nicht ausgiebig gespielt, hätte ich wahrscheinlich lange unter einer Staubschicht nach der Konsole suchen müssen. Man kann also sagen, dass es für mich so was wie ein Neuanfang war. So hat es sich dann auch angefühlt. Ich bin ohne Vorkenntnisse an das Spiel rangegangen. Kannte nur den Grafikstil, Miyamotos Rumgehampel auf der E³ 2010 (?) und den Namen des Gegners (Für den Spoiler gibt es haue, Morphic!)

 

Jetzt verspüre ich das Bedürfnis dieses Spiel einmal unfachmännisch zu rezensieren. Ich kann es nicht spoilerfrei halten, deswegen sollten alle, die das Spiel noch nicht durch haben vielleicht jetzt weggucken und bei Interesse später wieder kommen. Ich will hier auch keine Einführung in das Spiel geben sondern ausschließlich Preisgeben was ich von dem Spiel halte. Ich versuche aber die Spoiler so gering wie möglich zu halten. Viel Spaß bei lesen... oder auch nicht?

 

Geschichte:
Die Geschichte ist aus meiner Sicht einer der besten der Franchise. Anders als viele anderen sehe ich es positiv, dass das Spiel einem nicht gleich - wie z.B. Ocarina of Time - in den ersten Tempel schubst, sondern dass man erst einmal eine Einführung bekommt. Der Cast wird einem Vorgestellt, Beziehungen werden aufgezeigt und wie gewisse Leute zu anderen stehen. Ist ganz gut um so gewisse Charakterentwicklungen im Laufe der Geschichte feststellen zu können. Und ehrlich gesagt, so „schlauchig“ oder ermüdend wie ich hier bereits lesen musste, fand ich es überhaupt nicht; Ehrlich gesagt fand ich es sehr ansprechend.

 

Grafik:
Es ist ein Wii-Spiel. Deswegen können hier nur andere Parameter angesetzt werden als für ein PS360- oder Computerspiel. Aber für Wii-Verhältnisse hat man saubere Arbeit geleistet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Wii da noch mehr schafft. Auch der Grafikstil ist gelungen. Zunächst einmal überrascht über den Hybrid aus Twilight Princess und The Wind Waker lernt man den Stil ziemlich schnell lieben. Könnte für meinen Geschmack noch ein bisschen düsterer sein, aber von der Farbgebung ist es ziemlich gut. Zugegebenermaßen sit die Gradwanderung da aber auch ziemlich schwierig. Nicht jedes Spiel kann in dieser Hinsicht meinen Geschmack da so gut treffen wie Majoras Mask. Dennoch sollte es Nintedo (für mich, bitte!) weiter versuchen und zukünftig noch ein bisschen mit dem Stil arbeiten. Die Charaktere sind weitestgehend neue Erscheinungen, bis auf wenige Ausnahmen. Tut dem Spiel mal ganz gut neue Gesichter zu sehen.

 

Sound:
Der Sound an sich ist, wie üblich für die Franchise, stark. Schöne Melodien. Eingängig mit Ohrwurm-Garantie. Neue Kompositionen erfrischen das ganze Spielerlebnis. Die Lieder der Lyra sind wunderbar und sind weit aus angenehmer als das Gejaule des Wolfes aus Twilight Princess und auch feiner als die Musik die man in The Wind Waker mit dem namensgebenden Instrument erstellt. Leider kommen diese nur viel, viel, viel zu Kurz. Jedes Lied wird einmal gespielt, was soll das denn?! Wenn ich schon ein Instrument in ein Spiel einbaue, dann sollte das doch auch bitte ein paar Mal benutzt werden. Man hat es in Ocarina of Time oder Majoras Mask doch wunderbar eingebaut. Selbst in The Wind Waker hat man mit dem Instrument überall etwas machen können. Sehr Schade, Potenzial verschenkt, zumal – wie gesagt – die Lieder mit zu dem besten gehört haben. Wie gesagt sind die Lieder sehr stark und besser als das, was man in vielen anderen Spielen hört, aber an viele Klassiker kommen diese einfach nicht vorbei. Vielleicht liegt es auch daran, dass die anderen Lieder halt Klassiker sind und man sie daher schon weit aus öfter gehört hat. Sei es nun im Spiel beim 24-Mal Ocarina of Time oder gar als MP3 auf dem MP3-Player. Was – wieder einmal – fehlt ist eine Sprachausgabe. Das ganze ist überfällig. Ich brauche ja nicht jeden Satz der im Spiel geschrieben wird mit einer Stimme unterlegt, aber Schlüsselsequenzen müssen es inzwischen schon sein. Mir persönlich würde Englisch als Universal-Sprache reichen.

 

Steuerung:
Als ich die E³ Vorführung des Spiels gesehen habe und das Nicht-Funktionieren der Steuerung begutachten durfte, ahnte ich böses. Ganz so schlimm war es dann zum Glück aber dann auch nicht. Jedoch ist die Steuerung auch nicht perfekt. Die eigentliche Frage, die sich mir stellt ist: War Motion+ wirklich so wichtig? Zeigen und Neigen kann die normale Wii-Mote auch. Für das Schwert gab es im Grunde vier Moves: Horizontal, Diagonal, Vertikal und der Stich. Das hätte die Wii-Mote im Grunde auch hinkriegen müssen, oder. Das Schwert und das Fangnetz nehmen im Normalzustand zwar alle Bewegungen mit, was aber gerade bei der Position des Schwertes normal eher lustig aussah und meiner Ansicht nicht nötig gewesen wäre. Und auch die „Wirf oder Roll“-Unterscheidung hätte die Wii-Mote an sich unterscheiden können. Auch fand ich, dass die Steuerung zu sehr gezwungen wirkte. Steuerung durch Neigung beim Schwimmen und Fliegen wirkte sehr aufgedrängt und unnatürlich. Im Laufe des Spiels gewöhnte man sich zwar dran, aber niemals 100%ig. Was sehr nervig war, war die dauernde, und ich meine wirklich dauernde, Neujustierung der Wii-Mote. Was ist da denn schief gelaufen? Teilweise brenzlige Situationen wurden dadurch noch brenzliger. Irgendwann gehörte es mit zum Spielverlauf, dass man die Schleuder, den Bogen, den Käfer oder die Greifhaken zieht und als erstes neujustiert. So sollte es aber wirklich nicht sein. Vor allem nicht bei einer Konsole, deren Controller das Hauptaugenmerk ist.

 

Charaktere:
Die Charaktere sind wenig aber gut gewählt. Alle haben irgendein anliegen bei dem man im Laufe der Geschichte helfen kann, die Side-Quests. Aber wenn auch hier wieder macht es Majoras Mask einen Tick besser, was wahrscheinlich auf das Zeitfeature zurückzuführen sein dürfte. Zelda hat, wie schon in The Wind Waker, einen richtigen Charakter und ist weit aus mehr als eine Alternative Version von Princess Peach. Außerdem bekommen wir in Skyward Sword einen der vielleicht besten Charaktere der Franchise zu Gesicht: Bado, die alte Bombe. Wäre es nach mir gegangen hätte der im Spiel jedoch eine ganz andere Wandlung genommen, bin mit dem Endprodukt aber verdammt happy. Super Typ, die Bombe. Auch können sich alle über eine neue Impa freuen. Übertrifft die alte um längen. Cooles Design, cooler Charakter. Perfekt getroffen. Hätte ja gerne einmal gegen sie gekämpft. Aber einer MUSS neben Bado zwingend genannt werden: Ghirahim! Wir haben das Vergnügen einen der besten Villain der Franchise zu bekämpfen, neben Vaati versteht sich. Ein sympathischer Unsympath. Ein Gegner auf den man sich freut. Seine Art ist super. Eingebildet, selbstverliebt aber doch irgendwie auch höflich. Kommen wir zum Begleiter. Wen Navi nervte, wird Phia hassen. Völlig überflüssig in jeder Beziehung und nervig bis zum geht nicht mehr. Die Wortwahl ein graus. Wenn man sie dann mal um Hilfe gebeten hat kam: „Du kämpfst zum ersten Mal gegen das Monster, es liegen keine Daten vor.“ Wenn du knapp an Herzen bist, du das gepiepe und geblinke schon längst wahrgenommen hast kommt Phia noch einmal um die darauf aufmerksam zu machen, dass du knapp an Herzen bist. An sich war „Die Seele des Schwertes“ eine gute Idee, aber die Umsetzung und zumindest die deutsche Wortwahl ein Graus (im englischen sagt sie „Master“, was akzeptabel gewesen wäre, aber nach dem man Gebieter zum dritten Mal gelesen hat nervt es. Generell gibt es da so ein oder zwei Situationen wo ich die deutsche Wortwahl eher atmosphärisch suboptimal fand. „Menschlein“…

 

Die Welt:
Positiv ist, dass man in etwa das Prinzip aus The Wind Waker übernommen hat, nur ist es dieses mal Optimal. Die Welt ist nicht so riesig, dass man sich verläuft aber immer noch groß genug. Die einzelnen Gebiete sind wunderschön und könnten verschiedener nicht sein. Gerne macht man das, was man zuletzt bei Ocarina of Time gemacht hat. Man fliegt einfach mal hin und her und besucht die Welten gerne noch ein zweites oder drittes Mal. Man hat gut daran getan überall Abkürzungen einzubauen, die man nach und nach frei schaltet, durch das verschieben eines Baumstammes o.ä. wird das zweite Erkundschaften der Gebiete angenehmer und man muss sich nicht wieder von Anfang an durchkämpfen. Was im Erdreich fehlte waren Durchgänge von einem Gebiet ins nächste. Wenn man z.B. vom Wald zum Vulkan wollte, führte kein Weg daran vorbei diesen Gang über das Wolkenmeer zu machen. Was aber noch viel mehr fehlte und das ist vielleicht mein größter negative Kritik-Punkt, war: Ein zweites Dorf. Wie viel besser hätte es dem Spiel getan, wenn man irgendwo auf der Erde ein zweites Dorf gefunden hätte. Nichts. Es gab nicht einmal ein Dorf für die anderen im Spiel vertreten Rassen. Sehr, sehr Schade. Zu viel verschenktes Potenzial.

 

Rassen:
Wo ich gerade bei den Rassen bin. Skyward Sword führt neue Rassen in die Franchise ein. Die Kyu, die Mogma, die Parella und Roboter. Zugegeben, keine wirkliche Rasse, aber ich zähle sie als Bewohner der Wüste einfach mal dazu. Neben den Menschen ist uns nur eine weitere Rasse geblieben, die Goronen. Die neuen Rassen versprühen bedauerlicherweise in keinster weise einen vergleichbaren Charme wie Ihre Vergänger. Kokiri-Kinder, Dekus oder Zoras. Sie fehlen einfach. Löblich ist, dass man mal was versucht hat neue Rassen mit reingebracht zu haben, aber es ist nun einmal so, dass die Zoras ein wichtiger Bestandteil der Zelda-Welt sind. Auch sind Vergangene Rassen wie die Orni (The Wind Waker) oder die Minish (The Minish Cap) einfach sympathischer, was nicht nur auf das Fehlen eines Heimatdorfes für die neuen Rassen zurückzuführen ist.

 

Items:
Das Spielen auf Lyra wurde bereits angesprochen. Dieses wurde leider wirklich viel zu selten benutzt und auch nur halbgar eingebaut. Keine Notenvorgabe und einfach nur hin und her schwingen ohne zu wissen ob man es überhaupt richtig macht. Die Items im Allgemeinen sind toll. Man hat die Anzahl minimiert, aber dafür gibt es jetzt keines mehr, das nach dem Tempel für immer im Nevada verschwindet. Alle werden überall noch einmal benötigt. Mit jedem Item kann ein altes Gebiet ein zweites Mal besucht werden um neue Sachen zu entdecken. Des Weiteren gibt es einen guten Mix aus neuen Items und den „Veteranen“. Und wer sich mit den Standart-Versionen nicht zufrieden geben möchte kann einige der Items auch noch verbessern. Die Schleuder macht auf einmal einen Flächenschaden, Der Käfer bekommt einen Boost-Schub und die Schilde werden Stabiler. Ja richtig, dieses Mal muss man mit den Schildern besser umgehen, denn sie können zerbrechen und man steht schutzlos da. Hätte gerne noch das ein oder andere Item mehr verbessert, wie das Schwert, aber es ist zumindest ein guter Schritt.

 

Fazit:

The Legend of Zelda: Skyward Sword ist ein verdammt guter Schritt in die richtige Richtung. Man hat es geschafft vieles wieder einzuführen was in Ocarina of Time soviel Spaß gemacht hat ohne dass es wie ein kläglicher Abklatsch aussah. Der Schwierigkeitsgrad war gut soweit. Nie frustrierend, aber auch nicht zu leicht. Wem das aber zu leicht war, kann danach das Spiel noch einmal im Helden-Modus probieren. Gegner machen doppelt soviel Schaden und es werden keine Herzen mehr gedroppt. Viele Spiele sind schon zu Ende, während Zelda erst richtig durchstartet. Oftmals sind es Kleinigkeiten, die immer mal wieder störend auffallen, wie das geben von Pseudo-Antworten, die jedoch keinen Einfluss auf irgendetwas haben oder das man nicht mehr das Schwert schwingen und gleichzeitig laufen kann. Weiter hätte dem Spiel, zumindest in der Stadt eine Art Zeitablauf gut getan, damit die Dorfbewohner eine Art Tagesablauf haben. Um 8:00 Uhr ist ist Charakter X dort und dann kann ein Side-Quest aktiviert werden. Dieses Spiel hätte ohne Zweifel das beste Zelda werden können, hätte man nicht hier und dort soviel Potenzial verschenkt, wie z.B. das Fehlen eines zweiten Dorfes.

 

Würde man mich um ein Ranking bitten, würde Skyward Sword wohl knapp hinter Ocarina of Time auf Platz 3 landen:

1) Majoras Mask

2) Ocarina of Time

3) Skyward Sword

4) The Wind Waker

5) ...
 

Dieses Spiel ist es Wert gespielt zu werden und jeder der die Chance hat, sollte zugreifen, aber ich denke, dass ist den meisten sowieso bekannt.

 

9,2 / 10


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